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Die Bildung des Vereines „Österreichischer Klub für Spitze und Polarhunde“ wurde dem Bundesministerium für Inneres am 21. Februar 1953 angezeigt und um „Nicht- Untersagung“ der Bildung ersucht. Es ist interessant in den Unterlagen nachzulesen, dass bereits einen Monat vorher, am 16. Jänner 1953 das Gründungskomitee, also der provisorische Vorstand des zu gründenden Klubs, beim Gesamtvorstand des Österr. Kynologen-Verbandes, Wien 1., Minoritenplatz 3 um Aufnahme als Mitglied des ÖKV angesucht hat. Der ÖKV hat dann am 16. Februar 1953 bestätigt, dass die dreifach eingereichten Verbandsatzungen mit denen des ÖKV übereinstimmen und damit dem Ansuchen Rechnung getragen.

Vorsitzender des Klubs war Dr. Richard Eigner,

sein Stellvertreter Herr Kasperak,

Sekretär Frau Eugenie Linhart,

Kassier Direktor Franz Steiner,

Zuchtwart Frau Fischer vom Kynologenverband

und als Vertreter des Klubs im Kynologenverband wurden die Damen Linhart und Marek nominiert. 20 Mitglieder waren vorgemerkt, 12 davon bei der Gründungsversammlung anwesend.

Gleich bei der Gründungsversammlung wurde beschlossen jeweils im Sommer eine Mitgliederversammlung einzuberufen, in der das Zuchtmaterial gesichtet und ein Zuchtplan zum Vorschlag gebracht werden soll. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 40,-- Schilling beigesetzt, bei neuen Würfen waren pro Hund 10,-- Schilling an den Klub zu entrichten.

Bei der Generalversammlung im März 1954 war der Mitgliederstand bereits auf 47 angewachsen und ein bemerkenswerter Zuchtbericht vorgelegt worden: 7 Würfe Zwergspitze, 5 Würfe Wolfspitze, ein Wurf Weißer Großspitz, ein Wurf Samojeden. Die Ausstellungen des Jahres 1953 wurden von unserem Klub mit einem Husky, einen Samojeden, mit 16 Zwergspitzen, 8 Wolfspitzen, sowie einem Weißen Großspitz beschickt wurde. Somit wurden alle Rassen, die bei den Mitgliedern unseres Klubs vertreten waren, ausgestellt. Im Laufe des Jahres 1957 wurde die Organisation des Klubs weiter ausgebaut und in den einzelnen Bundesländern zwecks Wahrnehmung der Klubinteressen Vertreter nominiert. Dies war sicher positiv, denn Ende 1958 war der Mitgliederstand auf 91 angewachsen und 356 Hunde wurden gehalten.

Unter dem Begriff „Polarhunde“ waren wohl Husky, Samojeden und andere nordische Rassen gemeint, durch das ständige Wachsen des Vereines haben sich diese Hundezüchter jedoch mit finanzieller Unterstützung unseres Klubs selbständig gemacht. Der Klubname wurde jedoch lange nicht geändert bis vor zwei Jahren, der Vereinsname „Klub für Spitze und Spitzarten“ eingeführt wurde. Den Höhepunkt erreichte unser Klub bisher wohl in den Jahren, als unsere stets aktive Generalsekretärin, Frau Gertrude Kowalcik, gemeinsam mit Frau Linhart die Knochenarbeit unseres Klubs leitete. In den 80-er Jahren waren sogar 289 Mitglieder registriert. Heute hat unser Klub ca. 140 Mitglieder, ein eher bescheidenes Zuchtgeschehen, dieses sorgt jedoch bei Ausstellungen zu regelmäßiger, erfreulicher Präsenz. Ein bisschen Stolz sind wir auf unsere Homepage: www.spitzarten.at in der Spitzfreunde alles über die verschiedenen Rassen und natürlich auch über unseren Klub erfahren können.

Dass unsere Spitze natürlich die Besten sind, daran zweifelt kein Klubmitglied.

Wien, Juni 2009-07
Helmut Pechlaner

 
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